Von der Idee zur fertigen Halle

Jedes Bauvorhaben beginnt mit einer Idee, die zunächst die Grundlage für die Planung bildet. Viele Arbeitsschritte später ist dann das Ergebnis sichtbar: Das Gebäude steht und ist für die Nutzung bereit. Dieser Prozess kann anstrengend und langwierig sein, wenn man die Bauarbeiten selbst begleiten möchte. Alternativ kümmern sich Experten mit langjähriger Erfahrung um den Baufortschritt.

Schritte auf dem Weg von der Planung zur fertigen Halle:

Idee und Bedarf ermitteln

Am Anfang steht die Idee. Meist begründet sie sich aus einem Bedarf für einen Neubau im Zuge einer Unternehmensgründung oder einfach, weil das vorhandene Platzangebot nicht mehr ausreichend ist. Aus diesem Bedarf ergeben sich dann spezielle Anforderungen an das künftige Gebäude hinsichtlich Arbeitsplätzen, Logistikfläche, Kundenbereichen oder Ausstellungsfläche. Auch Außenflächen und allgemeiner Platzbedarf, beziehungsweise Kapazitäten für etwaige Erweiterungen, wollen gut durchdacht sein. Abhängig von der Nutzung ist auch die Wahl eines geeigneten Standortes. Gibt es ausreichend potenzielle Mitarbeiter am Ort? Ist die Halle für Lieferanten und Kunden gut erreichbar? Ist das Gelände bereits erschlossen? Wie hoch sind die anfallenden Gewerbekosten in der Gemeinde? Eine ausreichende Bedarfsermittlung ist die Grundlage für die anschließende Planung. Auch im Falle vormontierter Systemhallen gibt es zahlreiche Unterschiede, sodass man sich im Klaren darüber sein sollte, welche Anforderungen gegeben sind. Am Besten hält man alle wichtigen Kriterien in einem Pflichtenheft fest.

Die Planung der Halle

Auf der Basis der Anforderungen an die künftige Halle beginnt der Planungsprozess. Diesen übernimmt entweder ein Architekt in Kooperation mit einem Statiker oder - wie oft im Falle von Systemhallen - der Hallenbauer. Beide fertigen auf Grundlage des Bedarfes Computerzeichnungen an. Sie ermitteln statische Anforderungen an die Tragelemente und berücksichtigen die aktuellen Anforderungen an Schall- und Wärmeschutz, sowie die Einhaltung der Brandschutzvorschriften. Natürlich werden auch jetzt schon Wand- und Deckenverkleidungen, Anzahl der Türen und Tore, sowie Fensteröffnungen eingeplant. Das Gebäude erhält auch nach Außen ein Gesicht, das man durchaus nutzen sollte, um das Unternehmen optisch zu Repräsentieren. Dafür stehen zahlreiche Oberflächenveredelungen zur Auswahl und die Anzahl und Platzierung von Gebäudeöffnungen tragen zum späteren Eindruck bei. Besonders edel wirken dabei Glasfassaden, wie sie oft bei Ausstellungsräumen zum Einsatz kommen.

Bauantrag und -genehmigung

Sind die Bauzeichnungen vorhanden, folgt der Bauantrag, d. h. die Einholung einer Erlaubnis, dass die Halle innerhalb der Gemeinde wie geplant gebaut werden darf. Erst wenn diese in Form des berühmten ,,roten Punktes" vorliegt, darf mit dem Bau begonnen werden(je nach Gemeinde kann dieses Verfahren ohne Nachbesserungsschleifen wenige Tage bis hin zu mehreren Wochen dauern).

Der Bau der Halle

Liegt die Baugenehmigung vor, kann mit dem Bau begonnen werden. Hier treffen unterschiedliche Gewerke aufeinander, die parallel oder nacheinander arbeiten. Hilfreich ist dabei, wenn die Bauzeit nicht in den Winter fällt, da bei Minusgraden zum Beispiel Probleme beim Betonieren der Bodenplatte auftreten können, die zum zeitlichen Verzug führen.

Das Fundament

Fundament und Bodenplatte bilden die tragfähige Grundlage für das Gebäude. Vor allem, wenn die spätere Nutzung den Einsatz schwerer Maschinen, Kräne oder besonders aggressiver Stoffe vorsieht, die den Beton angreifen könnten, ist hier Expertenarbeit gefragt. Die Bodenplatte aus Stahlbeton liegt in der Regel auf umlaufenden Streifenfundamenten. Lediglich bei sehr weichen Böden gibt es ein Plattenfundament. Für die spätere Beanspruchung erfolgt eventuell eine Oberflächenbearbeitung des Bodens.

Die Tragkonstruktion

Ist die Bodenplatte getrocknet, geht es zunächst mit der Tragkonstruktion weiter. Bei Systemhallen besteht diese meist aus einer tragenden Gebäudehülle aus Stahlstützen und Bindern oder Trägern im Dachbereich. Der Vorteil einer solchen Konstruktion ist dabei der vergleichsweise geringe Materialeinsatz und dadurch relativ günstige Baukosten, sowie schnelle Bauzeiten. Der hohe Vorfertigungsgrad der Elemente ab Werk erlaubt kurze Bauzeiten von nur wenigen Wochen. Die Stahlstützen werden im Bereich der Fundamente einfach auf der Bodenplatte verschraubt. Die Träger oder Binder wiederum werden an den Stützen befestigt und bilden die Querversteifung im Dachbereich. Ein großer Vorteil dieser Konstruktionsweise ist die flexible Gestaltung durch variable Rasterweiten. Auch die Höhe der Gebäude ist entsprechend des Bedarfes frei wählbar, wobei der Bauherr zwischen Flach-, Pult- und Satteldächern entscheiden kann. Letztere erfordern jedoch meist einen abweichenden Dachaufbau mit einer Pfettenkonstruktion.

Wand- und Dachverkleidung

Auf die Tragkonstruktion werden anschließend Wand- und Dachverkleidung aufgebracht. Bei Systemhallen stehen hier unterschiedliche Trapezbleche, Sandwichpaneele oder Kassettenwände zur Auswahl, die jeweils spezifische Wärmedämmeigenschaften aufweisen. Diese dienen zum einen der weiteren Aussteifung der Gebäudehülle, zum anderen tragen sie auch zum optischen Eindruck des Gebäudes bei. Türen, Fenster und Tore komplettieren die Außenhülle des Gebäudes. Wie auch bei den Wänden und dem Dach gibt es zahlreiche Farbvarianten und Oberflächenveredelungen, die individuell und passend zum Gebäudedesign ausgewählt werden können. Entsprechend der Anforderungen bezüglich Schall- und Brandschutz sind hier ebenfalls spezielle Lösungen möglich.

Der Innenausbau

Während der Bau einer Lagerhalle unter Umständen mit Wand- und Dachverkleidung abgeschlossen ist, gehen mit Werkstätten, Produktionshallen oder Verkaufsflächen weitere Ausbauten einher. Diese richten sich nach dem Nutzungszweck. So kommen unter Umständen weitere Gewerke,wie der Trockenbauer zum Einbau von weiteren Trennwänden, Sanitärinstallationen oder ein Heizungsbauer zum Einsatz. Eventuell ist der Einbau einer komplexen Abluftanlage notwendig, ein Deckenkran wird eingebaut oder es sind Malerarbeiten erforderlich. Je nach Anbieter erfolgt die Beauftragung der Folgegewerke durch den Hallenbauer oder den Bauherren selbst. Schlüsselfertige Hallen haben diese Leistungen in der Regel inklusive (allerdings steigen die Kosten damit an).

Gestaltung des Außengeländes

Sind die wesentlichen Arbeiten an der Halle abgeschlossen, kann mit der Gestaltung der Außenfläche begonnen werden. Diese richtet sich ebenfalls an der Nutzung aus. Gibt es eine Logistikfläche, so bedarf es hier einer [asphaltierten) Zufahrt. Möglicherweise sollen auch Bereiche für die Müllentsorgung geebnet oder Fahrradständer für Mitarbeiter montiert werden. Besteht Kundenverkehr ist eine repräsentative Gestaltung mit Parkplätzen und Grünflächen von Bedeutung, sodass eventuell ein Landschaftsgärtner hinzugezogen werden kann. Der kostet zwar zunächst etwas Geld, doch lohnt sich die Investition dauerhaft, denn schließlich vermittelt das Außengelände bei Kunden einen bleibenden ersten Eindruck.

Die Halle ist fertig

Am Ende des Planungs- und Bauprozesses steht die fertige Halle - bereit zur Nutzung. Bei Systemhallen liegen unter Umständen nur wenige Wochen zwischen der Bedarfsplanung und dem Abschluss der Bauarbeiten, sodass es kaum Einbußen bei Produktionsprozessen gibt. Mit der Vergabe der Planung und Durchführung an einen Experten mit langjähriger Erfahrung können Sie sich als Bauherr während der Bauzeit entspannt zurücklehnen und davon ausgehen, dass Sie am Ende eine Halle erhalten, die alle Anforderungen erfüllt - und Ihre Erwartungen möglicherweise noch übertrifft.

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